GESELLSCHAFT FÜR REGIONALFORSCHUNG
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Edwin-von-Böventer-Preis

Edwin von Böventer war der erste Vorsitzende der Gesellschaft für Regionalforschung. Gewählt wurde er in der Gründungsversammlung am 11.12.1965 in Heidelberg. Sein Interesse und Einsatz für die Regionalforschung ist der Bekanntschaft mit Walter Isard zu verdanken, den er Mitte der 1950er Jahre während seiner Promotionsarbeiten in Ann Arbor, Michigan kennen lernte. In den folgenden Jahren vertiefte sich dieser Kontakt und führte schließlich zu der Initiative, eine deutschsprachige Gruppe der Regional Science Association aufzubauen. Für das Vereinsziel, die „Förderung der interfakultativen (inter- und trans-disziplinären) Erforschung regionaler Probleme“ konnte von Böventer, der 1963 eine Professur für Volkswirtschaftslehre an der Universität Heidelberg übernommen hatte,  zahlreiche Wissenschaftler aus benachbarten Disziplinen wie Geographie, Architektur/Stadtplanung, Verkehrswissenschaften, Soziologie und Volkswirtschaftslehre gewinnen.
Nach seinem frühen unerwarteten Tod im Jahr 1994 beschloss die Gesellschaft im gleichen Jahr, ihren Förderpreis für herausragende Beiträge auf ihrem jährlichen Winterseminar dem Gedenken an Edwin von Böventer zu widmen.

Preisträger:innen:

2026: Timm Schärfke („Debt Finance and Formal Debt Limits: Exploring Municipal Debt Policy“)

2025: Tatjana Neuhuber („Stratification of Livability: A Framework for Analyzing Differences in Livability Across Income, Consumption, and Social Infrastructure“) und Antonia Elisabeth Schneider („The tree on the other side of the city. Investigating the influence of perceived greenness and green space distribution on citizens‘ WTP for urban greening programs“)

2024: Barbara Stacherl („Where does it hurt? Local general practitioner reductions and hospitalization risk in Germany“)

2023: Anna-Theresa Renner („Hospital closures and patient outcomes: Evidence from AMI emergency admissions in Italy“)

2020: Anja Kukuvec („The propagation of business expectations within the European Union“)

2019: Stefanie Peer („Relating time use and mode choice – evidence from Austrian workers“)

2018: Michael Bentlage („Applying the method of reflections to interlocking firm networks of the knowledge economy in Germany“)

2017: Biliana Yontcheva („Price Transmission and Market Power in a Vertically Integrated Industry: Evidence from the Hungarian Gasoline Market“ und „All by mycellf: Using the AMOEBA approach to generate isolated markets“) und Lorenz Fischer („Labor mobility and regional disparities in unemployment“)

2016: Ulrike Illmann („Commuting behaviour in two-worker households“)

2015: Martin Adler („Does public transport reduce car travel externalities? Quasi-natural experiments‘ evidence from transit strikes“)

2013: Matthias Firgo („Spatial Competition Among Ski Resorts in Austria“)

2011: Ulrich Zierahn („Regionale Arbeitslosigkeit und Neue Ökonomische Geographie“)

2010: Bastian Alm („Evaluierung der regionalen Wirtschaftsförderung – Mikroökonometrische Analyse der Fördereffekte“)  und Wolfgang Dauth („Agglomeration and Regional Employment Growth“)

2009: Dieter Pennerstorfer („Spatial Competition in the Austrian Gasoline Market“)

2007: Katja Wolf („Evaluation aktiver Arbeitsmarktpolitik auf regionaler Ebene unter besonderer Berücksichtigung räumlicher Abhängigkeiten“)

2006: Anne Otto („Die Bedeutung von Gründungen für die Entwicklung von Clustern in Deutschland“)

2005: Tanja Fleischhauer („Evaluation 2007+: Ein Konzept zur Evaluation von EU-Innovationsförderung“)

2004: Wolfgang Wagner („Simulation von Segregationsprozessen in Städten“)

2003: Axel Schaffer („Die Bedeutung kleiner Input-OutputMultiplikatoren für eine ökologisch orientierte Regionalpolitik“)

2002: Dirk Engel („Venture Capital Aktivitäten in Deutschland: Eine empirische Analyse zur regionalen Struktur“)

2001: Markus Ksoll („Zwei Stufen einheitlicher Ortspreise in der liberalisierten Elektrizitätswirtschaft – oder: was kostet die Briefmarke?“)

2000: Ivo Moßig („Räumliche Branchencluster und zwischenbetriebliche Vernetzungen. Das Beispiel der Verpackungsmaschinenbau-Industrie in Deutschland“) und Helge Sanner („Regionalisierung der Arbeitslosenversicherung: Gerechtigkeit versus Effizienz?“)

1999: Cordula Neilberger („Standortvernetzung durch neue Logistiksysteme – zur Hersteller-Handels-Integration in der deutschen Nahrungsmittelwirtschaft“)

1998: Silvia Stiller („Weniger Kinder – mehr Konsum? Eine Simulationsanalyse für die Bundesrepublik Deutschland“)

1997: Georg Hirte („Welfare Effects of Regional Income Taxes: Some Preliminary Results from an Interregional CGE Analysis for Germany“)  und Ulf Teubel („Verteilungswirkungen von Straßennutzungsgebühren in städtischen Ballungsräumen“)

1996: Jörg Lüschow und Gerhard Untiedt („Regionales Wachstum und Arbeitslosigkeit: Okun’s Gesetz in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland“)

1995: Martin Hallet („Wirkungen wirtschaftlicher Integration auf periphere Regionen: Die Integration Portugals und Griechenlands in die EG“)

1994: Andreas Spillmann („Vertikale Verteilungseffekte marktwirtschaftlicher Umweltmaßnahmen“

1993: Sonja Clausen („Zur Begründung öffentlicher Kulturausgaben“)

1991: Thiemo Eser („Europäische Einigung, Förderalismus und Regionalpolitik in Deutschland“)

1990: Werner Klinge, Siegmund Kroll und Johannes Müller („Aspekte der Stadt- und Regionalplanung in Berlin (West)“

1989: Herbert Jacoby („Regionale Arbeitsmärkte und Lohndifferenzierung“)

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